Salz für alle Sinne

Bettinghausen

Wasserbüffel im Naturschutzgebiet Woeste bei Bettinghausen
Wasserbüffel im Naturschutzgebiet Woeste bei Bettinghausen - © Dirk Vaartjes (Worklight-Studio Erwitte)

Bettinghausen bildet zusammen mit Ostinghausen und Weslarn die nördlichsten Gemeindeteile von Bad Sassendorf und ist nicht weit entfernt von der Kreisstadt Soest gelegen. Als Reihendorf längs der Ahse gegründet, wird Bettinghausen als "Betenchusen" bereits 1124 in einer Papstbulle erwähnt, bevor der Ort 1186 erstmalig beurkundet wird. Hier befand sich früher ein Freistuhl der Freigrafschaft Ostinghausen. Der Bau einer Kapelle durch Benediktinermönche wird um 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Das Wechselspiel von Zerstörung und Wiederaufbau der Kapelle, beginnend  nach dem Dreißigjährigen Krieg,  fand 1882 in der endgültigen Fertigstellung sein zunächst vorläufiges Ende, bis 1954 in einem Erweiterungsbau das Querschiff  hinzugefügt wurde. Entsprechend stellt sich die Antoniuskapelle heute dar.

Bis zur kommunalen Neugliederung gehörte der Ort zum Amt Oestinghausen.  Nachrichten gibt es auch über den Hof Bettinghausen, dessen Bewohner lange Zeit dem Kloster Liesborn abgabepflichtig waren. Ebenso ist Mitte des 14. Jahrhunderts  das Vorhandensein einer Ritterfamilie im Ort überliefert. Das Siegel eines Ritters Hermann von Bettinghausen findet 1333 Erwähnung.

Die den Ort durchfließende Ahse teilt das Dorf in "Oberdorf" und "Unterdorf". Bis zur Reformation gehörte der Ort zu verschiedenen Pfarreien: das Oberdorf zur Pfarrei Weslarn, das Unterdorf zur Pfarrei Horn (Stadt Erwitte). Später wurde der gesamte Ort nach Ostinghausen eingepfarrt.

Der Ortsgrundriß ist im Wesentlichen in seiner heutigen Struktur seit dem 20. Jh. erhalten.  Bettinghausen wird stark durch seine langgestreckte Dorfform, vorrangig im Bereich der "Langen Straße", geprägt. Höfe und kleine Hofgruppen sind sowohl im "Unterdorf" als auch im "Oberdorf" zu finden. Als Reihendorf besitzt der Ort keinen klar erkennbaren Mittelpunkt.
Die Bettinghausen durchfließenden Gewässer Haselbach, Ahse und Kützelbach suchen sich ihren Weg, ohne durch menschliche Eingriffe gehindert zu werden.