Salz für alle Sinne

Enkesen im Klei

Mohn in der Soester Börde
Mohn in der Soester Börde - © Dr. Ralf Joest (ABU Soest)

Östlich von Soest liegt der Bad Sassendorfer Ortsteil Enkesen, dem man zur Unterscheidung den Zusatz "im Klei" gab. Und jener fette, aber nicht sehr tief reichende Tonboden, eben der Klei, ist schon seit Jahrhunderten charakteristisch für diese  Landschaft. Klei ist kein guter Boden. Es sind schon ganz besonders günstige Witterungsverhältnisse vonnöten, damit er Ertrag bringt. Unter der kaum spatentiefen  Humusschicht beginnt gleich der Kalk- und Sandstein, der alles Wasser versickern läßt.

Das 7,5 km östlich von Soest gelegene Dorf, mundartl. Enkesen im Klai oder Enksen im Klai genannt, findet geschichtliche Erwähnung in einer Urkunde vom 18. Mai 1229. Dort heißt es, daß Erzbischof Heinrich von Köln die im Besitz des Herrn Heinrich Hachen gewesenen Güter in Ekdorp (Echtrop), Emmenchinchusen (Enkesen) und Sewardinchusen (Seringhausen) dem Kloster Oelinghausen übereignet.

Enkesen im Klei ist ein kleines, landwirtschaftlich geprägtes Haufendorf im östlichen Gemeindegebiet, unmittelbar an der A 44 gelegen.  Den Ort kennzeichnen die durch Bruchsteinmauern eingebundene Ortsdurchfahrt und die großen Hofanlagen, welche zum Teil in Ziegelbauweise ausgeführte Wirtschaftsgebäude sowie zweigeschossige Wohnhäuser aufweisen. Die alten Einzelgebäude im Ortsmittelpunkt sind schon stark durch Um- und Anbauten verändert worden. Die in Nord-Südrichtung verlaufende Ortsdurchfahrt mit Engstelle in der Ortsmitte ist von dörflicher Prägung. Von den 14 Betrieben, die 1960/61 in Enkesen im Klei gezählt wurden, hat sich seit Anfang der 70er Jahre ein relativ stabiler Bestand von 9 bzw. 7 Betrieben bis 1982 gehalten. Im Juli 1988 gab es noch 6 Betriebe im Ort. Die Landwirtschaft ist nach wie vor der dominierende wirtschaftliche und soziale Faktor in Enkesen im Klei.

Die Gemarkung am östlichen Rand der Gemeinde Bad Sassendorf weist gute Bedingungen für die landwirtschaftliche Nutzung auf. Die alten und die noch aktiven Höfe bilden den Kern des Dorfes.
Zahlreiche Bruchsteinmauern begleiten Straße und Wege. Als markante Hof- und Straßenbäume sind Eiche, Esche und Linde zu nennen. Mehrere kleine Gehölze mit Birke, Ahorn, Weide und Robinie sind im östlichen Ortsbereich zu finden. Der abzweigende Weg nach Altengeseke ist teilweise tief in das Gelände eingeschnitten, teilweise mit artenreichen Hecken bewachsen. Obstwiesen ziehen sich durch den gesamten Ort. Zwei kleine Teiche im Dorf sind mit Bruchsteinmauern eingefaßt.