Salz für alle Sinne

Neuengeseke

Blick auf Neuengeseke
Blick auf Neuengeseke - © Gäste-Information & Marketing Bad Sassendorf

Neuengeseke, mundartl. Niggen Jaisken, 7 km südöstl. von Soest gelegen, ist noch recht stark landwirtschaftlich geprägt. Der Ort gliedert sich in Ober- und Unterdorf. Die sichtbare Verbindung zwischen beiden Bereichen bildet der Haienpoth, ein Bachlauf, der  zur südlich des Ortskerns gelegenen "Neuengeseker Heide" führt.
Die frühzeitliche Grundstruktur mit Oberdorf und Kirche sowie den Höfen im Unterdorf ist im Ortsbild eindeutig wiederzufinden. Das Straßen- und Wegesystem fand seinen Ursprung in frühgeschichtlicher Zeit.  Dorfstraße, Schluppergasse und Enkeser Straße sind im Oberdorf klar zu erkennen, ebenso die sie verbindende Landstraße.

Ländlich-dörflichen Strukturen prägen den Ort Neuengeseke. Innerhalb des alten Dorfkerns finden sich immer wieder Obstwiesen. Die unverwechselbare Silhouette wird durch den Kirchturm beherrscht, um den sich Gebäude mit annähernd gleicher Dachneigung und Grünflächen mit hohem Baumbewuchs gruppieren.
Characteristisch für Neuengeseke ist die Bauweise mit Bruchstein, der in der Nähe des Ortes gefunden wurde. Zusätzlich erhalten die Gebäude hier noch eine Umfassung mit einer hohen Bruchsteinmauer.
Als herausragende Bauwerke sind die Evangelische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, die Hofanlage Schluppergasse 15 sowie das Teilstück einer Landwehr im Süden Bad Sassendorfs bei Beusingsen/Hackeloh zu nennen.
Auch in Neuengeseke sind die Straßen und Wege räumlich durch Bruchsteinmauern begrenzt. Die Schluppergasse fällt durch das angrenzende Pfarrhaus auf. Große private Freiflächen, die teilweise durch Einzelbäume und Grünflächen gegliedert sind, bestehen auf den landwirtschaftlichen Hofstellen.
Wie andere Orte auch hat Neuengeseke unter einem starken Rückgang der Landwirtschaft zu leiden. Die Zahl der Betriebe sank stetig und auch die Größe der landwirtschftlich genutzten Flächen hat sich im Laufe der Jahre verringert. So gab es  1960 noch 38 Betriebe, wogegen 1988 von ehemals 529 ha nur noch 350 ha bewirtschaftet wurden. Die Landwirte konnten nicht ungehindert vom Strukturwandel profitieren.
Als Kirchspielort besitzt Neuengeseke Infrastruktur-Einrichtungen wie Friedhof, Kindergarten, Schützenhalle, Sportlerheim, Gaststätten und andere gewerbliche Einrichtungen. Südlich des Ortskerns findet sich ein Buchen-Altholzbestand und am nordwestlichen Ortsrand erstreckt sich ein Buchen-Eichen-Lindenwäldchen. Der nördlich Ortsbereich ist überwiegend dörflich geprägt, während im südlichen Bereich schon neue Wohngebiete entstanden sind.

Ev. Kirche St. Johannes der Täufer (Neuengeseke)

Seit mehr als 800 Jahren ist die Kirche Johannes der Täufer der Mittelpunkt der Dörfer Opmünden, Beusingsen, Enkesen im Klei, Herringsen, Ellingsen, Brüllingsen, Altengeseke und Neuengeseke. Ein Besuch in dieser schönen, alten, romanischen Kirche lohnt sich.