Salz für alle Sinne

Weslarn

Hof am Mühlenweg in Weslarn
Hof am Mühlenweg in Weslarn - © Gäste-Information & Marketing Bad Sassendorf

Weslarn, mundartl. Wesslern, ist 6 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Soest gelegen und umfaßt neben dem eigentlichen Ort auch die kleine ehemalige Bauernschaft Sieningsen, den südlich, Richtung Soest, an einer Brücke über den Schleddebach gelegene Einzelhof Schwanebrügge und das von einem Gräftenring umgebene Einzelgehöft Haus Ahse.

Als Bestandteil der Freigrafschaft Heppen kam Weslarn 1369 an die Stadt Soest, war aber bis in die 1950er Jahre Kirchdorf im Amt Borgeln-Schwefe. Der Ort fand im 12. Jahrhundert erstmalig Erwähnung und wurde bei vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Folgezeit stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Grundstruktur des Ortes sowie das für Weslarn typische Wegenetz waren schon früh vorhanden.

Der alte Ortskern blieb in seinen geschichtlich bedingten Grundzügen annähernd unverändert. Noch heute sind die lockeren Baustrukturen westlich und östlich der Rosenau vorhanden. Die den östlichen Ortsrand prägende prächtige Kirche wird von vereinzelt stehenden Gebäuden umgeben. Bautätigkeiten in neuerer Zeit haben den Ort nach Norden und Osten hin erweitert.

Weslarn wird von West nach Ost von der ausgebauten, geradlinigen Landstraße 746 durchquert. Mit einer Bodengütezahl von 70 weist auch die Gemarkung Weslarn gute Voraussetzungen für die Landwirtschaft auf. In den letzten zwanzig Jahren ist auch Weslarn nicht vom Strukturwandel verschont geblieben: es gab überdurchschnittlich viele Betriebsschließungen. 1988 waren in Weslarn fünf ehemalige landwirtschaftliche Anwesen zu finden, die mehr oder weniger leerstanden. Eine funktionierende Infrastruktur mit Kirche, Friedhof, Schützenhalle und Kindergarten ist vorhanden, auch Gastwirtschaften und Gewerbebetriebe sind zu finden. Langfristig ist eine Ausweitung der Erholungsaktivitäten im südlichen Bereich der Gemarkung als Alternative zur bisherigen Agrarindustrie zu sehen.

Die den Ort durchfließende Rosenau ist teilweise nicht in einem naturnahen Zustand. Innerhalb der Ortsgrenzen ist sie nur gelegentlich mit Gehölzen bestanden, südlich der Mühle wurde der Bach angestaut. Der Friedhof ist zwar ortstypisch mit einer Laubgehölzhecke eingefaßt, die umfangreichen Nadelholzanpflanzungen stören jedoch das ansonsten harmonische Bild. Eichen, Buchen, Linden und Kastanien finden sich im Ort.

Die Straße von Weslarn nach Bettinghausen ist  mit Apfel- und Birnbäumen gesäumt und stellt somit eine der heute kaum mehr verbreiteten Obstbaum-Alleen dar. Im Ort selbst findet man vereinzelt  noch Obstwiesen. 
Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahren für die Rosenaue wurde ein breiter Uferstreifen dauerhaft geschützt, die Altarme wiederhergestellt und gewässerbegleitende Tümpel angelegt. Auf den Weiden rund um Weslarn sind noch oft einzelstehende, alte Bäume, meist Eichen, zu finden: die sog.  Überhälter.

Ev. Kirche St. Urbanus zu Weslarn (Bad Sassendorf)

Als zweitälteste Hallenkirche der Soester Börde ist die St. Urbanus zu Weslarn ein prägnanter Anziehungspunkt des Bad Sassendorfer Umlands.