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Wandern auf dem Drahthandelsweg - von Lüdenscheid nach Altena

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Kategorie

Wanderung

Länge

18.8km

Zeit

5:15 Std.

Aufstieg

348m

Abstieg

603m

Altitude (Minimum)

155m

Altitude (Maximum)

434m

Kondition

Schwierigkeit

Erlebnis

Landschaft

Startpunkt der Tour:

Bahnhof Lüdenscheid

Zielpunkt der Tour:

Bahnhof Altena

Eigenschaften:

  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • Streckentour
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch

Auf 17 Kilometern durch waldreiche Täler und über Höhen in die Vergangenheit wandern – willkommen auf dem Drahthandelsweg zwischen Lüdenscheid und Altena.

Der südliche Teil des Drahthandelsweges führt die Wanderer von Lüdenscheid nach Altena und versetzt sie zurück in die vorindustrielle Zeit der Region. Die Strecke, die der Wanderer durch die wunderschöne Wald- und Berglandschaft des märkischen Sauerlandes läuft, war früher eine wichtige Handels- und Transportroute für das Drahtgewerbe.

Seit dem Mittelalter stellte die Eisenbearbeitung für die Menschen dieser an Bodenschätzen reichen Region eine bedeutende Einnahmequelle dar. Die Verbindung der beiden Städte Lüdenscheid und Altena ergab sich dabei aus einer gewissen Arbeitsteilung bei der Drahtproduktion und – verarbeitung. In Lüdenscheid wurde das Osemundeisen geschmiedet und vorbereitet, in Altena dann der Draht gezogen.

Für den Transport von Stadt zu Stadt waren die Zöger (Drahtzieher) und Reidemeister (Metallhändler) zuständig. Der Weg, auf dem sie die schweren Drahtrollen zu Fuß oder mit dem Pferdekarren transportierten, ist derselbe, der heute die Wanderer mit auf einen Ausflug in diese Geschichte nimmt. Auf vielen Infotafeln mit der markanten Drahtrolle als Kennzeichen erfährt man entlang der Strecke vieles über die Geschichte rund um den Draht. Dazwischen heißt es abschalten und mit allen Sinnen die Natur genießen, denn die Route führt durch grüne Wälder, am Wasser entlang und über Höhen mit herrlicher Aussicht.

Sowohl Start- als auch Zielpunkt der Wegstrecke, die natürlich in beliebiger Richtung erwandert werden kann, runden mit Sehenswürdigkeiten und Ausflugtipps die Wanderung ab. In Lüdenscheid lohnt sich ein Spaziergang durch die schöne Altstadt oder ein Besuch in der Phänomenta. Die mittelalterliche Burg Altena begeistert mit ihrem Erlebnisaufzug und der ältesten Jugendherberge der Welt. Wen die Wanderung auf dem Drahthandelsweg neugierig gemacht hat, der kann im Altenaer Drahtmuseum noch viel mehr erfahren.

Informationen

Wegbeschreibung

Der Startpunkt in Lüdenscheid liegt nahe der Stadtmitte mit ihrer historischen Altstadt direkt am Bahnhof. Vom Bahnhof aus machen wir uns auf den Weg zur Friedhofsstraße. Hier liegt auch die Phänomenta, das erste Science Center in NRW. Anschließend führt uns der Weg ein Stück über den Alten Friedhof und anschließend auf der Mathildenstraße am Neuen evangelischen Friedhof entlang. Nach etwa 200 Metern die Altenaer Straße hinab, führt uns die Strecke unterhalb des Stadtteils Vogelberg bis hin zur Lennestraße. Dieser folgen wir etwa 200 Meter, bevor wir in den Buschhauser Weg abbiegen. Ein Nebenarm des Weges führt uns schließlich hinaus in die freie Natur. Nach einigen hundert Metern erreichen wir die Fuelbecker Straße. Schließlich überquert der Weg die Sauerlandlinie A45. Über einen Waldweg geht es nun zur Fuelbecker Talsperre, eine der ältesten Trinkwassertalsperren Deutschlands. Von der Talsperre führt uns die Markierung nun durch eine abwechslungsreiche Landschaft bis ins Bergdorf Rosmart. Wir folgen dem Weg nun weiter durch die kleine Siedlung Horst. Mit Blick auf das Lennetal mit seinen bewaldeten Bergen führt der Drahthandelsweg uns nun durch den Wald bis wir schließlich im Ortsteil Breitenhagen ankommen. Von hier an geht es über den Bergfelder Weg und über den Breitenhagener Weg bergab. Unten angekommen erreichen wir durch die Unterführung die Steinerne Brücke, welche das Lennetal mit dem industriellen Rahmedetal verbindet. Nun führt der Weg wieder bergauf, vorbei an der katholischen Kirche Sankt Matthäus bis zum Roten Berge. Anschließend gelangen wir zum Deutschen Drahtmuseum, dessen Ausstellung sich mit der Geschichte und Produktionsweise des Drahtes beschäftigt. Rechts den Berg hoch liegt die Burg Altena, eine der schönsten Höhenburgen Deutschlands und Sitz der ersten Jugendherberge. Der Drahthandelsweg folgt nun der Fritz-Thomée-Straße hinab und anschließend an der Lutherkirche vorbei durch die Altenaer Innenstadt. Beim Eiscafé Cappuccino biegen wir ab und wandern die Lennepromenade entlang. Über die Fritz-Berg-Brücke führt uns der Weg abschließend zum Altenaer Bahnhof.  Natürlich lässt sich der Weg auch in die umgekehrte Richtung – von Altena nach Lüdenscheid – wandern.