Auf den Spuren der Salzindustrie





Das Bild zeigt, wie es um 1920 in einem Siedehaus in Bad Sassendorf aussah.

Viele der heute als Inhalatorium genutzten Gradierwerke sind Zeugen der Salzindustrie. Sie wurden aufwändig gebaut, um die Ausbeute der Salzwerke zu maximieren, indem der Salzgehalt der Sole durch Verdunstung des Wassers erhöht und die Sole gereinigt wird. Der Erfolg eines Salzwerkes hing von der Stärke der Solequellen, der technischen Ausstattung und der Expertise der Salinenarbeiter ab. Erfahrene Salinisten bereisten und technisierten die Salinen in ganz Europa.

 

Gradierwerke ermöglichten Salinen mit schwächeren Solequellen eine gewinnbringende und ressourcenschonende Salzgewinnung. Wie in Bad Sassendorf wurde die Sole vielerorts über mehrere „Fälle“ geleitet, bevor sie in den Pfannen der Siedehütten zu Salz verkocht wurde. Durch die Gradierung der Sole wurden Brennmaterialien und Zeit gespart.





Solche Salzkristalle bzw. -pyramiden entstehen beim Sieden.

In Bad Sassendorf entstand die erste Gradiereinrichtung im frühen 17. Jahrhundert. Mit dem heutigen Gradierwerk war sie nicht vergleichbar. Das mit Stroh gefüllte Leckwerk erzielte nicht die Leistung der im 19. Jahrhundert etablierten Dorngradierungen. Neben Wind- und Wasserrädern spielten menschliche und tierische Arbeitskraft eine große Rolle beim Betrieb der Gradierung.
 





Salzindustrie in Bad Sassendorf - Situationsplan Sassendorfer Salzwerk

 

 

 

Tipp: Erfahre mehr dazu! Die Führungen „Sassendorfer Salzspuren“ und „Gradierwerkführung“ finden jede Woche statt! (Termine: siehe Veranstaltungskalender und Info im Gradierwerk am Rundbogen)